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Der Oscar des Coachings

  • khoffmann1
  • 4. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Meine 92-jährige Mutter stellt mir regelmäßig dieselbe Frage.

„Klaus – wie lange willst du das noch machen? Mit dem Coaching?"


Sie fragt es nicht kritisch. Sie fragt es so, wie Mütter fragen – mit echtem Interesse, einem Hauch Sorge und der stillen Hoffnung, dass der Sohn irgendwann auch mal kürzer tritt.

Meine Antwort ist seit Jahren dieselbe: „So lange es mir Spaß macht. Und so lange ich mehr Energie zurückbekomme, als ich reinstecke."


Sie nickt. Überzeugt ist sie nie ganz.


Kürzlich bekam ich einen Anruf.

Ein Klient. Jemand, mit dem ich lange gearbeitet hatte. Nicht immer bequem, aber immer ehrlich. Er sagte:


„Du hast mich zu einem besseren CEO gemacht, zu einem besseren Menschen zu einem besseren Ehemann und Familienvater."


Ich habe kurz geschwiegen. Nicht aus Bescheidenheit, sondern weil ich wusste, dass dieser Satz so nicht stimmt. Ich habe ihn korrigiert.


Er hat sich dazu gemacht. Ich habe Fragen gestellt. Den Spiegel gehalten. Die unbequemen Momente ausgehalten – und ihn aushalten lassen. Die Arbeit? Die hat er gemacht. Jeden Tag. In seinen Entscheidungen, in seinen Gesprächen, in seinem Leben.

Wenn das ein Oscar ist – dann gehört er ihm. Hauptrolle. Eindeutig! Ich akzeptiere gerne die Auszeichnung für die Nebenrolle oder die Regie.


Das ist der Grund, warum ich nach all diesen Jahren noch immer mit echter Freude in und an diese Arbeit gehe. Nicht weil ich Antworten liefere, sondern weil ich Fragen stelle, die jemanden dazu bringen, seine eigenen Antworten zu finden. Und weil die Menschen, mit denen ich arbeite, mich genauso fordern wie ich sie.


Meine Mitglieder der "Erfolgsorientierten CEO Gemeinschaft (ECG)" wissen: Ich halte sie bei der Stange – mit Klarheit, mit Offenheit, manchmal mit unbequemen Ansagen. Aber sie dürfen mich auch begeistern. Denn wenn es mir keinen Spaß mehr macht – bin ich raus.

Keine Verpflichtung. Keine Pflichterfüllung. Nur echte Energie, echte Auseinandersetzung, echte Entwicklung. Auf Augenhöhe. Keiner angewiesen auf den anderen. Jeder darf auf den anderen achten.


Meine Mutter würde das vermutlich immer noch nicht ganz verstehen. Aber vielleicht würde sie es für heute akzeptieren, bevor sie morgen wieder nachfragt. Und das reicht mir.


Was gibt Ihnen noch Energie – obwohl oder gerade weil es manchmal unbequem ist? Was treibt Sie morgens zur Arbeit - obwohl Sie niemand wirklich zwingt?

Schreiben Sie es in die Kommentare. Ich bin neugierig.

Ich bin IHR Unternehmerspiegel.

 
 
 

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